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Der geheime Garten 6 +

nach Frances Hodgson Burnett
von Thomas Birkmeir

Stückinfo

Ort: Renaissancetheater, Neubaugasse 36, 1070 Wien
Zeitraum: 05. Oktober 2023 - 12. November 2023
Premiere: 10. Oktober 2023
Dauer: 01:55 inkl. Pause
Regie: Nicole Claudia Weber

»Wenn Sie richtig schauen, werden Sie sehen, dass die ganze Welt ein Garten ist.«

Frances Hodgson Burnett. »Der geheime Garten«

Das nennt man vom Regen in die Traufe kommen: Nachdem Mary in Indien bei einem Erdbeben ihre Eltern verloren hat, soll sie nun in einem düsteren englischen Schloss bei ihrem mürrischen Onkel Lord Craven ihr neues Zuhause finden. Nicht nur, dass sie sich in einer fremden Welt zurechtfinden muss, das Schloss birgt noch so manches Geheimnis. Da ist etwa der gleichaltrige Colin, ihr Cousin, der durch eine seltsame Krankheit ans Bett gefesselt von der Außenwelt ferngehalten wird. Dabei ist das Draußen so interessant! Gemeinsam mit dem urwüchsigen Bauernsohn Dickon findet Mary einen verwilderten Garten, der von den Kindern bald zu neuem Leben erweckt wird…

Die englisch-amerikanische Autorin Frances Hodgson Burnett, unter anderem bekannt durch ihren Roman »Der kleine Lord«, hat nicht nur eine Geschichte über drei starke Kindercharaktere verfasst, sondern benennt gleichzeitig ein Geheimnis, das alle Kinder gegenüber Erwachsenen haben: ihren eigenen Ort, an dem sie frei und unabhängig tun und lassen können, was ihnen das wirkliche Leben noch vorenthält. An dem sie selbständig ihre eigenen Regeln erschaffen und ihrer Vorstellung von einer Welt folgen, in der sie leben möchten, ohne sich den vermeintlich vernünftigen, doch allzu oft unsinnigen Vorgaben der Erwachsenen fügen zu müssen.


Aufführungsrechte: Österreichischer Bühnenverlag Kaiser & Co., Wien

Besetzung

Mary Fabia Matuschek
Colin / Erster Junge Jonas Graber
Dickon / Zweiter Junge Haris Ademovic
Lord Craven / Stimme des Majors Valentin Späth
Mrs. Medlock / Ayah Karoline-Anni Reingraber
Martha Cunningham / Mädchen Christine Tielkes
Ben Weatherstaff / Eisenbahnbeamter Frank Engelhardt
Soldat / Diener Uwe Achilles
Regie Nicole Claudia Weber
Bühnenbild Judith Leikauf und Karl Fehringer
Kostümbild Nina Holzapfel und Julia Klug
Licht Barbara Zukal
Dramaturgie Sebastian von Lagiewski
Assistenz und Inspizienz Eva Maria Gsöllpointner
Hospitanz Loren Kertsman

Kritiken

KIJUKU - Kinder Jugend Kultur und Mehr – 17.10.2023

Außenseiterkinder finden in einem verboten Stück Natur zu sich und zueinander

„Der geheime Garten“ nach dem Roman von Frances Hodgson Burnett in einer Neuinszenierung der Stückfassung von vor 18 Jahren im Theater der Jugend (Wien).
Drei rund zehnjährige Kinder entdecken den geheimen, ja sogar verbotenen Garten im weitläufigen Anwesen von Lord Craven. Es wird ihr verschworener Treffpunkt, in dem sie aufblühen – und mithelfen, den seit Jahren vernachlässigten Garten auch wieder zum Blühen zu bringen.
Das ist kürzest zusammengefasst der Kern des seit wenigen Tagen im Renaissancetheater, dem großen Haus des Theaters der Jugend in Wien, laufenden Stücks „Der geheime Garten“. Es basiert auf dem gleichnamigen Roman von Frances Hodgson Burnett (1911 erstmals veröffentlicht als The Secret Garden). Und recycelt die Stückfassung des Direktors aus der Saison 2005/06, allerdings unter neuer Regie (Nicole Claudia Weber), die den Fokus noch stärker auf die gewandelte Mary legt – überzeugend stark gespielt von der noch sehr jungen Fabia Matuschek.

Verpflanzt, verboten

Der Garten ist geheim – und verboten. Niemand darf ihn betreten, so will’s Lord Craven. Es war der Lieblingsort seiner vor zehn Jahren verstorbenen Ehefrau. Gleich alt ist sein Sohn Colin, dem eingeredet wird, dass er sterbenskrank ist und nur im Bett liegen muss/darf.
Zu diesem Lord wird nun die zehnjährige Nichte Mary Lennox nach Misselthwaite Manor „verpflanzt“. Sie ist in Indien aufgewachsen, wo die britischen noblen Eltern nie Zeit für die Tochter hatten. Nun sind sie außerdem gestorben – im Roman an Cholera, im Film sowie der Version im Theater der Jugend bei einem Erdbeben.

Rascher Wandel

Wie auch immer, sie wurde in Indien von Hausangestellten vorne und hinten bedient, nicht einmal selber anziehen musste/konnte sie sich. Mit sanftem, liebevollem Druck durch ihre nunmehrige englische Bedienstete Martha Cunningham (sehr herzlich und überzeugend Christine Tielkes) vollführt sie rasch Schritte in Richtung Selbstständigkeit. Ihre frühere zickige Sturheit scheint hingegen das richtige Gesundungsmittel für den ständig ins Bett und in ein Korsett verbannten Colin (Jonas Graber) zu sein. Er ist der zehnjährige Sohn des Lords, den der Sohn aber fast nie zu Gesicht bekommt. Bei Colins Geburt starb dessen Mutter, für die der besagte Garten der Lieblingsort war. Weshalb Craven (Valentin Späth) – hier differenzierter als im Roman dargestellt – an einer Art gebrochenem Herzen leidet, den Sohn nur nachts, wenn dieser schläft, besucht und an den Garten nicht erinnert werden will.

Der mit den Tieren spricht

Dritter im Bunde der Kinder ist Dickon (Haris Ademovic), Marthas jüngerer Bruder (und nicht wie hier zunächst irrtümlich gestanden ist, Kindern). Er ist DER Freund aller Pflanzen und vor allem Tiere sowie bei (fast) allen Menschen sehr beliebt. Er hilft Mary, die ihn als erstes ins Vertrauen zieht, bei der Restaurierung des Gartens, in den sie später auch Colin, anfangs im Rollstuhl bringen. Die frische Luft, das Wachsen und Gedeihen im Garten lässt auch Colin schnell gesunden.
Gegenspielerin ist die hier noch heftiger als im Roman hartherzig und autoritär gezeichnete Chefin des Lord’schen Personals, Mrs. Medlock Karoline-Anni Reingraber (die im Übrigen auch die indische Ayah, das Kindermädchen Marys in den allerersten Szenen spielt). Die droht Mary angesichts deren Widerständigkeit mit Abschieben ins Erziehungsheim. Worauf ihr Colin „Asyl“ unter seinem Bett gewährt. Medlock droht übrigens auch dem Gärtner Ben Weatherstaff (Frank Engelhardt), der erst heimlich und dann offen zum Verbündeten der Kinder wird, mit Kündigung.

Eingebauter Wickel

Aber natürlich gibt’s ein Happy End. Weil aber offenbar die von der Autorin Frances Hodgson Burnett angelegte rein positive Entwicklung der Figuren zu wenig dramatisch erschien, baute Thomas Birkmeir, Autor der Stückfassung, einen Konflikt ein – Dickon verliebt sich in Mary und es kommt, obwohl Colin ja ihr Cousin ist, zu einer Eifersuchts-Rauferei im Garten. Wobei sie beide nicht auf Mary hören, die klipp und klar sagt: „Ich gehöre nichts und niemandem!“
Den Wickel hätte es gar nicht gebraucht, das Ensemble – zu dem noch Uwe Achilles (Soldat bzw. Diener) zählt, spielt derart spannend, dass auch die Jüngsten im Publikum durchgehend – zwei Stunden (eine Pause) drangeblieben sind. Eine Vierjährige (angesetzt ab 6) meinte zu Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… „mir hat alles gefallen“, besonders beeindruckend in Erinnerung geblieben ist ihr eine der allerersten Szenen, als „das Bett von Mary so gewackelt hat und zusammengebrochen ist“ (beim Erdbeben).

Bühnenbild und Kostüme beeindruckten

Pauline (12) fand das Stück „sehr toll, besonders gefallen haben mir die Bühne (Judith Leikauf, Karl Fehringer) und die Kostüme (Nina Holzapfel, Julia Klug). Erstaunt war ich, dass nur so wenige Leute gespielt haben.“ Das fand auch die elfjährige Filis: „Wirklich so wenige Leute – das hat sich nach viel mehr angefühlt. Und die Kostüme waren echt urcool!“
Eine bisher nicht genannte Figur ist das Rotkehlchen Robin, das Mary den Weg zum Schlüssel – und zu Gefühlen für ein Lebewesen – zeigt. Robin wird als Stabpuppe von unter dem Boden aus geführt und hüpft so am Bühnenrand manchmal auf und ab. Wobei es da leider für einen Großteil des Publikums nicht zu sehen ist. Wenn Robin fliegt, dann als Lichtspiele über die Kulissen.

Erste Autogramme

Nach der Premiere wartete die 6-jährige Julia, der „alles gefallen“ hat, geduldigst auf das Auftauchen der Schauspieler:innen, um sich von diesen Autogramme am Programmheft zu holen. „Ich war vorher noch nie in so einem großen Theater, nur in Schwechat im Theater Forum.“ Sie war so beeindruckt, dass sie fast sprachlos war, als sie dann Fabia Matuschek gegenüberstand. Die Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… verriet, „das ist auch erst mein zweites Autogramm, das ich gebe!“

Übrigens demnächst: Verfilmung (1993) beim KinderFilmFestival

„Der Geheme Garten“ wurde auch mehrfach verfilmt. Die Us-amerikanische-britische aus dem Jahr 1993 wird in einer deutschen Synchronfassung beim diesjährigen KinderFilmFestival gezeigt (13., 15. und 19. November 2023 – siehe Info-Box)

Follow@kiJuKUheinz
kijuku.at/buecher/aussenseiterkinder-finden-in-einem-verboten-stueck-natur-zu-sich-und-zueinander/

Heinz Wagner


events.at – 11.10.2023

Der bekannte Roman von Burnett als stimmungsvolle Inszenierung im Wiener Theater der Jugend.

Frances Hodgson Burnett, geboren 1849 in Manchester, hatte bereits als Kind ein Talent für das Schreiben. Nach dem Durchbruch 1886 mit ihrem ersten Kinderbuch "Der kleine Lord" erschien 1911 "Der geheime Garten", ein bis heute bekannter Roman über Kinder, die sich ihre eigene Welt aufbauen. Diese Welt ist auch den Darsteller:innen im Theater der Jugend bei der Premiere am Dienstag gelungen.

In der zweistündige Theaterfassung, geschrieben von Thomas Birkmeir und unter der Regie von Nicole Claudia Weber, wird die Geschichte über drei mutige Kinder, die einen geheimen Garten finden, ihn zusammen hegen und pflegen und sich dabei den Befehlen Erwachsener widersetzen, stark und stimmungsvoll erzählt.

Dynamische Bühne im Theater der Jugend

Dazu werden Bühnenwände, Betten und Requisiten verschoben, je nachdem, wo die Szene spielt. Die floristische Tapete wird dann sowohl zur Inneneinrichtung des Schlosses, als auch zum Garten draußen, stets ist ein flinker Umbau ohne Abbruch der Erzählung möglich. Kleine Videoprojektionen und Audioeinspielungen unterstützen das Bühnenbild in seinen Details. Auch die Bodenbretter sind abnehmbar, um den Blumen und Pflanzen Platz zum Wachsen zu geben. Und das zutrauliche Rotkelchen "Robin", als Verbündeter der Kinder und des Gärtners Ben, erscheint als kleines Model auf der Bühne und ist vor allem für die jungen Zuschauer:innen ein echter Blickfang.

Lebendige Figuren

Auch das Ensemble macht den "geheime Garten" lebendig: Fabia Matuschek in der Hauptrolle präsentiert die verzogene und verärgerte Mary Lennox mit all ihren fröhlichen und lebhaften Seiten. Bei allen schwierigen Momenten und Konflikten verschafft sie sich mit starker Stimme Gehör, die Kinder im Zuschauerraum fiebern mit Mary von Anfang bis Ende mit.

Auch das Ensemble macht den "geheime Garten" lebendig: Fabia Matuschek in der Hauptrolle präsentiert die verzogene und verärgerte Mary Lennox mit all ihren fröhlichen und lebhaften Seiten. Bei allen schwierigen Momenten und Konflikten verschafft sie sich mit starker Stimme Gehör, die Kinder im Zuschauerraum fiebern mit Mary von Anfang bis Ende mit.

Christine Tielkes, als das Dienstmädchen Martha, gelingt mit ihrer überzeugenden und humorvollen Art ein guter Kontrast in das zunächst düstere Anwesen und zur verärgerten Mary. Damit wird sie auch beim jungen Publikum gleich zu einer Lieblingsfigur. Frank Engelhardt spielt als Gärtner Ben den guten Verbündeten, wird sogar zur Vaterfigur für Mary und ihre Freunde. Einer dieser Freunde ist der Gärtner-Lehring Dickon, Haris Ademovic überzeugt lebhaft und heiter in der Rolle.

Mit seiner ängstlichen, aber doch netten Art wird Colin (bravourös umgesetzt von Jonas Graber) ebenso schnell ins Herz geschlossen, auch wenn seine hysterischen Momente doch erschreckend wirken können. Selbiges gilt für die strenge Hausdame Mrs. Medlock, die Karoline-Anni Reingraber intensiv und manchmal gar furchteinflößend spielt. Als ihr die Kinder und der Herr des Hauses am Ende der Geschichte einen Strich durch die Rechnung machen, jubelt das junge Publikum und atmet auf. Als der "Herr" gilt Lord Craven, der zunächst mit einer ähnlichen Art wie sein Sohn Collin sehr hilflos, aber auch geheimnisvoll wirkt (von Valentin Späth glaubwürdig gespielt).

Der Garten als Verwandlung

Mit Pflanzen-Effekten und verträumter Musik entsteht ein stimmungsvoller Garten, in dem Mary jene Fantasiewelt ausleben kann, die sie mit ihren Freunden Dickon und Colin teilt. Dabei entwickelt sie sich zu einem starken und gefühlvollen Mädchen. Und mit der Zeit, mit jeder weiteren Szene, in der der Garten wächst und gedeiht, wird das Schloss und letztlich die gesamte Bühne zum blühenden Paradies. Damit zeigen die Pflanzen, die zuerst "vergessen" scheinen, einerseits die aufkeimende Hoffnung, andererseits das Wachsen der Kinder selbst, die sich den Herausforderung und Ablehnungen stellen und lernen, ihre Meinung und ihre Sicht auf die Welt durchzusetzen. 

Neue Inhalte

Sogar romantische Gefühle und Liebeskummer keimen auf. Diese sind zwar nicht Teil des Original-Romans, fügen sich allerdings gut in die Erzählung und in die Figuren ein. Auch das neue und im Stück unterstrichene Wort "Asyl", sowie die von Mrs. Madlock erwähnte "Erziehungsanstalt" für Mary, sind seitens des Romans unbekannte Komponenten, die sich dennoch passend einfügen und vom jungen Publikum teils überrascht, teils humorvoll aufgenommen werden.

Auch ein indisches Zauberlied, gesungen von Mary und Colin im Garten, ist ausgedacht und wirkt zwar zuerst ungewohnt, bringt aber Marys Erfahrungen als in Indien geborenes und aufgewachsenes Mädchen mit und wird durch die Interaktion der Figuren keinesfalls trocken präsentiert.

Fazit

Mit einer schnellen und funktionalen Inszenierung, die nicht an kreativen Effekt einbüßt, sowie mit überzeugenden Figuren und verträumter Musik lässt das Theater der Jugend einen stimmungsvollen "geheimen Garten" entstehen. Manchmal sind intensive und gar erschreckende Momente dabei, aber auch viele humorvolle, die die großen und kleinen Zuschauer:innen zum Lachen bringen.

Das junge Publikum wird hier auf eine geheimnisvolle Reise mitgenommen und begeistert. Davon zeugen auch die Meinungen befragter Kinder nach der Vorstellung, von denen sich manche sogar Autogramme von den Darsteller:innen geholt haben. Das Theater der Jugend setzt damit ihr selbst auferlegtes Motto für die aktuelle Spielsaison "Never be normal, be yourself" passend um.

Diana Budin


Online Merker – 10.10.2023

WIEN / Theater der Jugend: DER GEHEIME GARTEN

DER GEHEIME GARTEN von Frances Hodgson Burnett Premiere: 10. Oktober 2023 

Die britisch-amerikanische Autorin Frances Hodgson Burnett wird im englischsprachigen Raum weit mehr gelesen als bei uns, aber ihre beiden berühmtesten Romane sind dennoch auch hier eher bekannt – durchs Kino oder das Theater, „Kinderstücke“, die durchaus auch für Erwachsene geeigent sind.
Handelt der „Kleine Lord“ von einem harten Herz, das schmilzt, so behandelt auch der Roman „Der geheime Garten“ eine ähnliche Konstellation – wie einsame, unglückliche Kinder einander helfen. Die Natur spielt als „heilendes Element“ dabei eine wichtige Rolle.
Für das Theater der Jugend in Wien hat Chef Thomas Birkmeir nun eine geschickte Dramatisierung geschaffen, in denen die zehnjährige Heldin Mary Lennox immer wieder auch aus dem Off ertönt und damit die Geschichte auf eine breitere Basis stellt und dem jugendlichen Publikum ein paar nötige Erklärungen mitgibt.
Dass sie in Indien aufgewachsen ist, unbeachtet von ihren Eltern, verwöhnt von der einheimischen Dienerschaft, die sie von oben behandelt – und die durch den Tod der Eltern von einer Einsamkeit in die nächste gestürzt wird, als man sie nach England zu einem Onkel schickt, der sich ebenso wenig um sie kümmert.
Eine böse Haushälterin des Lords, die sich wie eine Gefängniswärterin aufführt, stärkt die Widerstandskraft des Kindes, die Dienerin Martha und der junge Gärtner Dickon lehren sie, was Herzlichkeit und Gefühl heißt, und ein verschlossener Garten, den sie sich erobert, gibt ihr positiven Lebenssinn.
Daneben hat die Autorin noch eine zweite, parallele innere Wandlung eingebaut – ;Marys zehnjähriger Cousin Colin, aus übertriebener Sorge eingesperrt und für gelähmt erklärt, widerspenstig und ängstlich, wird von ihr  aus seinem goldenen Käfig herausgeholt. Das Ende erinnert an „Heidi“, wenn er quasi die Krücken wegwirft und seinem Vater entgegengeht…
Da herrscht dann sehr viel Glück, und da auch die „Böse“ des Geschehens eliminiert wird, zeigte sich das Gerechtigkeitsgefühl des jungen Publikums im höchsten Maße befriedigt – und das zweifellos vorhandene Harmoniebedürfnis auch.

Regisseurin Nicole Claudia Weber bediente in einer geschickten Ausstattung mit verschiebbaren Wänden (Judith Leikauf und Karl Fehringer) zu historisierenden Kostümen (Nina Holzapfel und Julia Klug) gleicherweise das seelisch-weiche Element des Stücks wie auch die sympathische Kampfbereitschaft der Kinder und Bedienten.

(...)

Das jugendliche Publikum schloß Menschen und Geschichte auf der Bühne geradezu ins Herz und bereitete dem Abend einen stürmischen Erfolg.

Renate Wagner


Materialien

Unsere theaterpädagogischen Materialien zu »Der geheime Garten« bieten Ihnen Informationen, Fragebögen, Spiele und Szenenvorschläge! So können Sie die besuchte Aufführung mit Ihrem Kind oder Ihrer Klasse auf fantasievolle Weise vor- und nachbereiten.

Klicken Sie hier://www.tdj.at/fileadmin/tdj/Theaterpaedagogik_Input/Input_TdJ_Der_geheime_Garten.pdf um die Materialien herunterzuladen.

Bei eventuellen Fragen und für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an [YjY0dGFnOmthdGphLnNlZ2VsYmFjaGVyQHRkai5hdA==]