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Allgemeines

1913 wurde an der Ecke Liliengasse/Weihburggasse in dem eben errichteten Gebäude ein sogenannter »Galeriensaal« mit dem Namen »Etablissement Gran Gala« eröffnet.

Nach einem Intermezzo als Nachmittagsheim für rekonvaleszente Soldaten in den Jahren 1915 bis 1920 und der Verwendung des Saals als Revuebühne »Palais de danse Moulin Rouge« von 1920 bis 1938 zog während des Zweiten Weltkriegs das Kabarett »Wiener Werkel« in das ehemalige Etablissement. Im Zuge der allgemeinen Theatersperre wurde auch diese Spielstätte 1944 geschlossen.

Das Scheitern verschiedener Theaterunternehmen, die versuchten, das Haus in den Nachkriegsjahren zu bespielen, zog einen häufigen Betreiber- und Namenswechsel der Spielstätte mit sich.

So wurde das Theater u.a. von 1946 bis 1950 als »Kleines Haus des Theaters in der Josefstadt« geführt. Für einen kurzen Zeitraum – von 1955 bis 1956 – leitete Karl Farkas, der bereits in den frühen 30er Jahren zum Leitungsteam des »Moulin Rouge« gehörte, den Raum als »Intimes Theater«, bevor von 1956 bis 1958 dort das sogenannte »Namenlose Ensemble« spielte, dem u.a. Helmut Qualtinger und Ernst Waldbrunn angehörten. 1964 erfolgte die Übernahme durch das Theater der Jugend, das den Raum seitdem als fixe Spielstätte nutzt.
Der maximale Fassungsraum beträgt 230 Sitzplätze inkl. 2 Rollstuhlplätze mit je einer Begleitperson. Die technische Ausstattung erlaubt Sprechtheater- und Musikproduktionen.

Eigentümervertreter des Theaters ist die Gebäudeverwaltung Schwarz und Schuppich.


Quelle: Markus Felkel. »Vom Etablissement Grand Gala zum Theater im Zentrum - eine theaterarchäologische Spurensuche in Wien«. [Dipl.-Arb.]. Wien, 2015.