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Alles Gute 11 +

von Lutz Hübner

Stückinfo

Ort: Theater im Zentrum, 1010 Wien, Liliengasse 3
Zeitraum: 12. Oktober 2019 - 14. Dezember 2019
Premiere: 15. Oktober 2019
Dauer: 01:50
Regie: Werner Sobotka

»Wenn man im Mittelpunkt einer Party stehen will, darf man nicht hingehen. «

Audrey Hepburn

Alina will ihren Geburtstag feiern, und der soll der ganz große Knaller werden. Das Wichtigste bei dieser Unternehmung ist, sich vor der Neuen in der Klasse, der schicken Nadine aus gutem Hause, nur keine Blöße zu geben. Aufschneiden, das ist einfach, mit einer Geburtstagsparty beeindrucken schon weniger. Vor allem, wenn die Mutter das Geld zusammenhält und jeden Euro zweimal umdreht. Dass sie kürzlich nicht mit ins Theater konnte, hat den Flurfunk in der Schule schon ziemlich aufgeheizt. Umso wichtiger also, mit einer tollen Party aufzufahren, die keine Wünsche offenlässt. Klar ist: Mit Mama kann man nicht reden.
Das Geld der alleinerziehenden Mutter ist ohnehin schon knapp, und in letzter Zeit ist sie besonders knauserig. Dass Alinas großer Bruder Tobi keinerlei Anstalten macht, sich einen „vernünftigen“ Job zu suchen, sondern seine AMS-Termine an andere Arbeitssuchende vergibt und lieber in den Villen der Reichen als Hundesitter abhängt, sorgt auch nicht unbedingt für Partystimmung innerhalb der kleinen Familie. Zu allem Übel erweist sich auch der kindlich-naive Nachbarsjunge Benny, um den Alina sich liebevoll kümmert, nicht gerade als verlässlicher „Partner in Crime“.
Schnell hat Alina sich in eine Situation manövriert, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint. Wäre da nicht Tobi, der seiner kleinen Schwester mit einer riskanten Idee aus der Patsche helfen möchte.
Doch wie immer im Leben kommt es erstens anders, und zweitens als man denkt. Die Ereignisse überschlagen sich und die Situation wird immer brenzliger. Auf die Idee, dass Freundschaft nichts mit Geld zu tun hat, kommt Alina leider erst viel zu spät…

Theaterworkshop »Alles Gute«
Die Theaterpädagogik des Theaters der Jugend bietet zu dieser Produktion einen Workshop für alle von 11 bis 14 Jahren an! Weitere Informationen finden Sie hier
Start: 14. November 2019
5 Termine inkl. Vorstellungsbesuch
Anmeldung per Mail an [YjY0dGFnOmp1bGlhLndlaW5nYXJ0bmVyQHRkai5hdA==]

Einblicke vor Ort
An folgenden Terminen findet jeweils um 15:30 Uhr das kostenlose Zusatzprogramm »Einblicke vor Ort« im Buffetfoyer statt:

19. November 2019
25. November 2019
4. Dezember 2019


Aufführungsrechte: HARTMANN & STAUFFACHER GmbH Verlag für Bühne, Film, Funk und Fernsehen, Köln


Besetzung

Alina Claudia Waldherr
Nadine Shirina Granmayeh
Tobias Sebastian von Malfèr
Benny Lukas Spitzenberg
Susanne, Alinas Mutter / Clown Karoline-Anni Reingraber
Nicole, Nadines Mutter Elisa Seydel
Manuel, Nadines Vater / Polizist Frank Engelhardt
Regie Werner Sobotka
Bühne Andreas Lungenschmid
Kostüme Elisabeth Gressel
Licht Fritz Gmoser
Dramaturgie Sebastian von Lagiewski
Assistenz und Inspizient Simone Tomas
Hospitanz Alma Stastny

Kritiken

Wiener Zeitung – 25.10.2019

Smartphone versus Tastenhandy

Lutz Hübner ist ein Phänomen: Der 55-Jährige ist der Liebling der Branche, gehört zu den meistgespielten Gegenwartsdramatikern, obwohl oder vielleicht gerade weil seine Dramen sich dem Zeitgeist widersetzen. Die Themen seiner Stücke, die sich vor allem an ein junges Publikum richten, sind ungeniert populär, seine Stücke sind eingängig, setzen sich pointiert mit überschaubaren Konflikten auseinander und kommen mit kleiner Besetzung aus.

Im Fall von "Alles Gute", das nun im Theater im Zentrum zu sehen ist, geht es um die Schere zwischen Arm und Reich. Claudia Waldherr spielt gewohnt souverän die Protagonistin Alina, deren Mutter die Familie als Alleinerzieherin und Putzfrau mit Mühe über die Runden bringt. Als ein neues Mädchen in die Klasse kommt, manövriert sich Alina in eine ausweglose Situation. Um der superreichen Nadine (Shirina Granmayeh) zu imponieren, gibt sie sich ebenfalls als Kind wohlhabender Eltern aus. Mit fatalen Folgen: Nadine redet Alina eine Mega-Geburtstagsparty ein, die sie nie im Leben finanzieren kann. Aus dieser vertrackten Situation entwickelt Hübner ein charmantes Stück mit überraschendem Ausgang.

Gute-Laune-Stück

Meister-Entertainer Werner Sobotka setzt die geschmeidige Vorlage mit dem siebenköpfigen Ensemble routiniert und handwerklich gekonnt um. Für Lacher sorgt der absichtsvoll gestelzte Umgang der Akteurinnen mit dem Lebenselixier Smartphone und der Malaise mit dem Tastenhandy. "Alles Gute" verbreitet gute Laune für ein Publikum ab elf Jahren.

Petra Paterno


Kurier – 18.10.2019

Unvermeidbares Happy End: "Alles Gute" als hinreißende Boulevardkomödie

Es kommt eher selten vor, dass ein Theaterdirektor ein Stück zweimal inszenieren lässt. Aber das Publikum des Theaters der Jugend erneuert sich stetig. Und so zeigt Direktor Thomas Birkmeir wieder "Alles Gute". Das Stück von Lutz Hübner wurde nicht nur für das Smartphone-Zeitalter adaptiert, sondern gegenüber 2008 auch inhaltlich abgeändert. Damals war der Vater von Alina, die ihren 14. Geburtstag feiert, arbeitslos. Nun taucht die Figur gar nicht mehr auf: Susanne (Karoline- Anni Reingraber) erzieht allein ihre beiden Kinder, sie schuftet, das Geld reicht trotzdem nicht.

Sehr wohl arbeitslos ist der Vater von Nadine, der für einen Pharmakonzern tätig war; dies einzugestehen, scheut er aber: So lang es geht, wird der Schein von Reichtum aufrechterhalten.

In der Version, die am Dienstag im Theater im Zentrum vielbeklatschte Premiere hatte, wird tatsächlich alles geduldet: Die Kids schwindeln und lügen ohne Ende, sie fladern und stehlen. Das Happy End ist dennoch unvermeidbar- und tröstlich.

Man muss aber schon viel guten Willen mitbringen, um die Ausgangslage zu akzeptieren: Die g'spritzte Nadine, die in einer schicken Villa mit Pool wohnt, geht eben nicht ins Lycée, sondern in eine öffentliche Schule im achten Bezirk. Und dort freundet sie sich mit der ärmlichen Alina an. Aber gut, Regisseur Werner Sobotka macht das Beste daraus: Die zweite Halbzeit ist hinreißende Boulevardkomödie. Nebenbei spielt auch der "Migrationshintergrund" eine Rolle: Im Gegensatz zu den Eltern (Elisa Seydel und Lars Wellings) haben sich die Kinder assimiliert; Claudia Waldherr und Shirina Granmayeh sprechen als Alina und Nadine astreines Wienerisch. Richtig berühren kann Lukas Spitzenberg als Benny mit besonderen Eigenschaften.

Thomas Trenkler


Kinderkurier – 16.10.2019

Wenn arm und reich auf der Bühne aufeinandertreffen (2)

Nach „Prinz und Bettelknabe“ im Renaissancetheater startet das Theater im Zentrum mit einer humorvollen Komödie „Alles Gute“.

Zweimal Arm und Reich und der Versuch, die jeweils andere Seite kennen zu lernen zum Auftakt der diesjährigen Saison des Theaters der Jugend. Eine Woche nach der Premiere von „Prinz und Bettelknabe“ nach Mark Twain (ab 6 Jahren) im großen Haus, dem Renaissancetheater in Wien-Neubau, startete auch die kleinere Spielstätte (Theater im Zentrum) mit einem Jugendstück zu diesem Thema, das immer wieder eher verschämt verschwiegen wird: „Alles Gute“ von Lutz Hübner in der Regie von Werner Sobotka.

Rollentausch einerseits, Aufeinanderprallen andererseits

Schlüpfen im ersten Stück die beiden Gegenspieler – vorübergehend – in die Rolle des jeweils anderen, so treffen hier zwei Mädchen aufeinander. Alina ist die Tochter einer Alleinerzieherin, die schuftet, kämpft und sich abrackert. Dennoch muss sich die 14-Jährige immer wieder neue Ausreden einfallen lassen, weshalb sie bei Schulausflügen, die Geld kosten, nicht dabei sein kann. Keine Kohle. Ausgeschlossen, ausgegrenzt. Sozusagen Loserin.

Lügen

Da tanzt eine Neue in der Schule an, Nadine. Die strotzt nur so vor Markenklamotten, Glitzer und neuestem Smartphone. Und ach, wie sie das Busfahren ankotzt, nur weil Papas Auto in der Werkstatt ist. Bei der Busstation kommen beide ins Gespräch. Alina will in Nichts nachstehen, redet der Neuen nach dem Mund und erfindet – diesmal keine Ausreden, sondern noch größeren Reichtum als ihn Nadine hat.

Schon im ersten Teil zeichnet sich – mit zweimaligem Hinweis auf die nicht funktionierenden Kreditkarten – und auch atmosphärisch an, dass der reiche Vater möglicherweise seinen fürstlich bezahlen Managerposten nicht mehr hat. Zum Showdown kommt’s aber erst in einem rasanten zweiten Teil.

Überzeugende Darsteller_innen

Vor allem die Alina-Darstellerin, Claudia Waldherr ist auf der Bühne eine Wucht. Sie überzeugt durch ihre völlig natürliche Sprache und ihr Agieren, sogar in den Lügen, weil in denen jeweils ein Schuss Erschrecken über die eigenen Worte, die da aus ihrem Mund kommen, mitschwingt. Shirina Granmayeh gibt eine ebenfalls überzeugende tussi-artige in Gold gebettete Gegenspielerin.

Grandios ist vor allem aber auch Lukas Spitzenberg als Sonderschüler Benny, der sich immer wieder als viel schlauer herausstellt, als ihn die anderen einschätzen. Gut, er neeeervt. Aber stets meint er es nur lieb. Auch wenn er Alina immer wieder das eine oder andere dadurch vermasselt.

Für die vielen Lacher und Begeisterung sorgen aber nicht nur diese drei, sondern auch die Darsteller_innen aller anderen Rollen.

(Zu) happy End

Beide Geschichten enden auch märchenhaft, nämlich happy für – im ersten fast und im zweiten alle. Das ist vielleicht die Schwäche, als würden Gegensätze von Arm und Reich so spielerisch verschwinden. Aber immerhin werden sie aufgezeigt. Und zwar jene, vor allem in „Alles Gute“ hier und heute, nicht irgendwo an weit entfernten Orten der Welt. Auch wenn manch wichtige Menschen hierzulande meinen, man möge Menschen gar nicht mit der Darstellung armer Kinder belästigen.

Heinz Wagner


Materialien

Unsere theaterpädagogischen Materialien zu »Alles Gute« bieten Ihnen Informationen, Fragebögen, Spiele und Szenenvorschläge! So können Sie die besuchte Aufführung mit Ihrem Kind oder Ihrer Klasse auf fantasievolle Weise vor- und nachbereiten.
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