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ABOflexibel C

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für Jugendliche von 13 bis 14 Jahren | 6 Vorstellungen


DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME
nach Victor Hugo von Jethro Compton
Theater im Zentrum | Mitte Oktober bis Mitte Dezember 2020


Wer kennt sie nicht, diese Geschichte einer vermeintlich unmöglichen Freundschaft, jener zwischen Quasimodo und Esmeralda. Gleichermaßen von der Gesellschaft ausgestoßen, fristet der Eine seine Tage auf Grund seines Aussehens in Isolation, während die Andere wegen ihres Lebensentwurfs zur Heimatlosigkeit verurteilt ist.
Als ihre Wege sich kreuzen, verbindet ein unheilvoller Vorfall ihre Schicksale. Was folgt, ist eine zerstörerische Spirale von Leidenschaft, Eifersucht und Gewalt, die so manches dunkle Geheimnis ans Tageslicht bringt. Wird die Gerechtigkeit Gehör finden, und kann die Liebe alle Intrigen überwinden?
Victor Hugo lässt in diesem Meisterwerk der Literaturgeschichte diejenigen zu Wort kommen, die allzu oft über keine Stimme verfügen. Die aufgeworfenen Fragen zu Ausgrenzung, Vorurteilen und gesellschaftlicher Stimmungsmache sind heute aktueller denn je.

KASPAR HAUSER
von Thomas Birkmeir
Theater im Zentrum | Jänner bis März 2021

Am 26. Mai 1828 betritt in Nürnberg eines der größten Rätsel der Kriminalgeschichte wankend und taumelnd die Bühne der öffentlichen Aufmerksamkeit. Sein Name: Kaspar Hauser. Trotz seines Alters von ungefähr 16 Jahren ist er unbeholfen wie ein Kleinkind und kaum der Sprache mächtig. Nur ein einziger vollständiger Satz kommt ihm über die Lippen.  Er lautet: »Ein solcher Reiter möchte ich werden, wie mein Vater gewesen ist«, und gibt den Anstoß für ein beispielloses Mysterium, das bis heute zahlreiche ForscherInnen und HistorikerInnen in seinen Bann zieht. Wer ist dieser Junge, der später angeben wird, dass er sein bisheriges Leben in einem winzigen Kellerverlies fristete? Warum wurde er eingesperrt und wer trachtet ihm nun, da er zum zweiten Mal das Licht der Welt erblickt hat, nach dem Leben?
Ob Findelkind, Hochstapler oder das Opfer einer Verschwörung in höchsten Adelskreisen – der Fall Kaspar Hauser bleibt geheimnisvoll. Regisseur und Autor Thomas Birkmeir begibt sich auf eine historische Spurensuche und geht der Frage nach, was den Mensch zum Menschen macht.

MISS SAIGON
Musical von Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg
Raimundtheater | Februar bis Mitte Juni 2021

Die Geschichte einer großen Liebe, die mit aller Kraft der Unmenschlichkeit weltpolitischer Konflikte zu trotzen versucht. In den letzten Zügen des Vietnamkrieges finden die junge Kim und der amerikanische GI Chris zusammen – und werden ebenso schnell wie gewaltsam wieder auseinander gerissen. Doch ihr Schicksal verbindet sie weit über die räumliche und zeitliche Distanz hinaus.
Wie Puccinis Oper »Madame Butterfly« auf der Novelle »Madame Chrysanthemum« von Pierre Loti basierend, sorgt der Welterfolg vom Autorenduo der Musical-Sensation »Les Misérables« für eine spektakuläre Wiedereröffnung des neu umgebauten Raimundtheaters.

INTO THE WOODS
Musical von Stephen Sondheim
Volksoper | März bis Mitte April 2021

Alles dreht sich um die berühmten drei Worte »Es war einmal«, wenn sich der Vorhang für Stephen Sondheims magischen Zauberwald hebt. Und auch sonst begegnen wir zahlreichen bekannten Gestalten, die uns von Kindesbeinen an vertraut scheinen, wie etwa Aschenputtel, Rotkäppchen, Schneewittchen, Rapunzel und Co. So unterschiedlich deren Sehnsüchte auch sind, so klar ist ihr gemeinsamer Auftrag: dem Bäcker und seiner Frau dabei zu helfen, den unheilvollen Fluch der Hexe zu überwinden.
Es wäre nicht der Meister des tiefgründigen Musicals Stephen Sondheim am Werk, wenn der Abend nicht so manche musikalische Überraschung aus dem Orchestergraben mit sich brächte.

FRÜHLINGS ERWACHEN
nach Frank Wedekind von Thomas Birkmeir
Renaissancetheater | April 2021

In seiner 1891 erschienenen »Kindertragödie« erzählt Frank Wedekind von einer der tiefgreifendsten Veränderungen eines jeden Lebens – dem Erwachsenwerden.
Doch dieses verläuft nicht immer reibungslos, denn neben der aufkeimenden Sexualität und der damit einhergehenden Verunsicherung haben die Jugendlichen Melchior, Moritz und Wendla auch mit dem Unverständnis ihrer Eltern und dem sich stetig steigernden Leistungsdruck zu kämpfen. Einem Druck, dem nicht alle standhalten können. Als der Generationenkonflikt sich immer weiter zuspitzt, scheint es für den sensiblen Moritz nur noch einen Ausweg zu geben.
Die Tatsache, dass immer mehr Jugendliche an den gesellschaftlichen Erwartungen zerbrechen, zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass Wedekinds provokative Bestandsaufnahme der Wilhelminischen Gesellschaft auch heute nicht ad acta gelegt werden sollte.

KRIEG DER WELTEN
nach H.G. Wells von Jethro Compton
Theater im Zentrum | Mitte April bis Ende Juni 2021

Wer von uns hat sich beim überwältigenden Blick in den nächtlichen Sternenhimmel nicht schon einmal die Frage gestellt: Sind wir alleine im Universum?
1898 formulierte H.G. Wells seine ganz spezielle Version einer Antwort, und sie ist ebenso eindeutig wie beunruhigend: Nein, wir sind nicht allein, und nein, sie kommen auch nicht in Frieden, sondern als Eroberer. An den BewohnerInnen des Blauen Planeten sind sie nicht interessiert, viel eher an den Ressourcen. Kaum auf der Erde angekommen, beginnen die Außerirdischen einen beispiellosen Vernichtungskrieg, dem die Menschen absolut nichts entgegenzusetzen haben. Denn die Eindringlinge sind uns technisch haushoch überlegen. Gemeinsam mit drei Schülerinnen begeben wir uns auf eine verzweifelte Flucht, die nur ein Ziel kennt: Überleben.
In seiner weltberühmten Metapher für die britische Kolonialpolitik des 19. Jahrhunderts stellt Wells die unendliche Selbstgefälligkeit menschlichen Denkens einer unumstößlichen Wahrheit gegenüber: Hybris kommt vor dem Fall.