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Der Fluch des David Ballinger 11 +

von Louis Sachar
in der Übersetzung und Bühnenfassung von Thomas Birkmeir

Stückinfo

Ort: Theater im Zentrum, 1010 Wien, Liliengasse 3
Zeitraum: 12. Oktober 2017 - 17. Dezember 2017
Premiere: 17. Oktober 2017
Dauer: 02:00
Regie: Gerald Maria Bauer

»Kann mir doch egal sein, was Roger von mir denkt, sagte er sich. Aber es war ihm nicht egal und das wusste er auch.«

Louis Sachar. Der Fluch des David Ballinger

Hexen gibt es nicht und Flüche sind bloßer Aberglaube! So denkt auch David Ballinger in der Geschichte des amerikanischen Bestsellerautors Louis Sachar. Als er jedoch nach einem außer Kontrolle geratenen Streich den Fluch der alten Mrs Bayfield auf sich zieht, beginnt er langsam aber sicher, an dieser Überzeugung zu zweifeln. Zu sehr ähneln seine sich häufenden Missgeschicke den Dingen, die Roger, Randy, Scott und er der alten Dame angetan haben und die seitdem an Davids Gewissen nagen.
Dabei war früher alles so einfach: David war ein ganz normaler Junge. Und was soll auf einmal falsch daran sein, irgendwo dazugehören zu wollen und so wie alle anderen auch Freunde zu finden? Immer mehr gerät er zum Spott der gesamten Schule und nach und nach zum Jungen, der sein Gesicht verliert.
Erst als er sich mit der frechen Mo und dem schrägen Larry anfreundet, keimt neue Hoffnung in ihm auf. Denn aus anfänglicher Ungewissheit wurde mittlerweile Sicherheit in Davids Gedankenwelt: Jene Mrs Bayfield hat ihn tatsächlich verflucht und überhaupt scheinen diese unheimlichen Geschichten, die man überall munkelt, zu stimmen! Und als er endlich den Mut aufbringt, sich bei der Dame zu entschuldigen, fühlt sich alles noch schlimmer an.
Gemeinsam versuchen nun die drei Außenseiter, den Fluch von David zu nehmen und ihm so zu ermöglichen, endlich Tori Williams nach ihrer Telefonnummer zu fragen.
Mit »Der Fluch des David Ballinger« gelang Louis Sachar, dem Autor des Mega- Sellers »Löcher – Die Geheimnisse von Green Lake«, eine ebenso berührende wie humorvolle Auseinandersetzung mit den vielerorts verbreiteten Nöten der aufkeimenden Pubertät, in der man plötzlich nicht mehr weiß, warum die Gefühle tagtäglich mit einem Achterbahn fahren und überhaupt sich alle anders verhalten als bisher.

Aufführungsrechte: Österreichischer Bühnenverlag Kaiser & Co. Ges.m.b.H.

Besetzung

David Ballinger Stefan Rosenthal
Roger Delbrook Rouven Magnus Stöhr
Scott Simpson Bernhard Georg Rusch
Randy Newman Florian Feik
Mo Miller Julia Edtmeier
Larry Clarksdale Markus Gläser
Tori Williams Shirina Granmayeh
Ricky Ballinger Sabrina Rupp
Mrs. Ballinger / Mrs. Bayfield Seraphine Rastl
Mr. Ballinger / Lehrer Lugano Uwe Achilles
Mrs. Gutièrrez Sabrina Rupp
In weiteren Rollen Ensemble
Regie und Bühne Gerald Maria Bauer
Kostüme Jessica Karge
Licht Fritz Gmoser
Dramaturgie Sebastian von Lagiewski
Assistenz und Inspizienz Eva Maria Gsöllpointner
Bühnenbildassistenz Diana Zimmermann
Hospitanz Ece Isil Sahin

Kritiken

Der Standard – 19.10.2017

"Fluch des David Ballinger": Im Club der hässlichen Hormonverweigerer

Louis Sachars Roman auf der Bühne des Theater der Jugend

Ach, die Pubertät ist schon eine Plage – das weiß auch David Ballinger (Stefan Rosenthal). Aber trotz aller altklugen Ironie muss er nun einmal selbst da durch und erfährt in den gut 120 Minuten des "Fluches des David Ballinger" im Theater der Jugend nicht nur die geballte Boshaftigkeit der Mitschüler, sondern auch noch übernatürliches Unglück.

David scheitert beim Versuch, dem Rabaukentrio der heimischen Highschool zu imponieren – der ältlichen Mrs. Bayfield, einer vermeintlichen Hexe, wird übel mitgespielt –, und wird von dieser mit einem Fluch belegt.

Weil nun alles schiefzugehen scheint, David aber in die unschuldige Überfliegerin Tori (Shirina Granmayeh) verknallt ist, schließt er sich mit den restlichen Versagern zum "Club der hässlichen Hormonverweigerer" zusammen. Vom Nerd bis zur Cheerleaderin wird kein Stereotyp des Highschoolfilms ausgelassen, aber die herrlich selbstironischen Dialoge sind so entwaffnend, dass man der frechen Mo (Julia Edtmeier) auch das gewollt rebellische Debbie-Harry-Gedächtnisoutfit verzeiht, wenn sie Bonmots parat hat wie: "Der schwanzlosen Kuh treibt Gott selbst die Fliegen weg."

Trotz Ungeschicklichkeiten Davids nimmt auch Tori zaghaft Kontakt zu ihm auf, gemeinsam mit dem "Club", dem Sonderling Larry und Davids Schwester Ricky nimmt sie es im Showdown mit den Schulhoftyrannen auf. Die im Zeitlupentempo gespielte Prügelszene schafft es, untermalt vom berückend kitschigen "Seeds" der Indiepopperin Camille, weder gewalttätig noch comicartig zu wirken. Dafür illustriert sie aufs Trefflichste die cineastische Qualität der Inszenierung (Regie und Bühne: Gerald Maria Bauer), die sie auch für Ältere im Publikum zum Vergnügen macht.

Neben der Zeitlupe kommen allerhand Soundeffekte wirkungsvoll zum Einsatz, etwa wenn David mal wieder der Mittelfinger "ausrutscht", obwohl er nicht sicher ist, was der zu bedeuten hat. Der Soundtrack erinnert stark an US-Serien wie "House of Cards" und "Twin Peaks", endgültig offenbart das Wohnzimmer der Mrs. Bayfield das Spiel der popkulturellen Zitate: Man findet sich im Sitz des Vielgesichtigen Gottes aus "Game of Thrones" wieder. Unterhaltsam!

Kathrin Heinrich


Kronen Zeitung – 20.10.2017

Teamplayer werden!

Durch seinen Bestseller "Löcher" ist Louis Sachar weltweit bekannt geworden. Mit "Der Fluch des David Ballinger" ist ihm ein weiteres sehr spannendes Buch gelungen, welches das Theater der Jugend in der Übersetzung und Bühnenfassung von Hausherr und Intendant Thomas Birkmeir im Theater im Zentrum auf die Bühne bringt.

Louis Sachars wunderbares Buch kann alle trösten und zum Lachen bringen, die mit dem Fluch der Pubertät zu kämpfen haben. Aber auch Erwachsene haben an dieser Geschichte voll Witz, köstlicher Ideen und skurriler Charaktere jede Menge Spaß.

David wollte einfach nur "dazugehören", doch nun wird er immer mehr zum Gespött der gesamten Schule. Erst als er sich mit der frechen Mo und dem schrägen Larry anfreundet, keimt neue Hoffnung in ihm auf. Gemeinsam versuchen die drei Außenseiter, den Fluch der alten Mrs. Bayfield von David zu nehmen. Als David erfährt, dass auch seine kleine Schwester Ricky zunehmend unter seinem Unglück leidet, beschließt er tapfer, zu drastischeren Mitteln zu greifen, um endlich dem Spuk ein Ende zu bereiten. Große Themen wie Selbstfindung, Freundschaft und erste Liebe werden in Gerald Maria Bauers Regie flott und lässig erzählt.

Starke Triebfeder für ein temporeiches und ausdrucksstarkes Theatererlebnis sind die hervorragenden Darsteller (Julia Edtmeier, Shirina Granmayeh, Sabrina Rupp, Seraphine Rastl, Stefan Rosenthal, Rouven Magnus Stöhr, Bernhard Georg Rusch, Florian Feik, Markus Gläser und Uwe Achilles).

Sie alle meistern spielfreudig, ausdrucksstark und voller Begeisterung ihre Rollen und machen den Jugendlichen ab elf Jahren erfahrbar, wie sich der pubertierende David vom schrulligen Außenseiter zum Teamplayer mausert. Sehenswert!

Florian Krenstetter


Online Merker – 18.10.2017

Theater der Jugend: DER FLUCH DES DAVID BALLINGER

Jugendstücke sind notwendigerweise Lehrstücke. Man versucht, den jungen Menschen im Zuschauerraum Situationen vorzuführen, die sie – zumindest teilweise – kennen, und hofft, dass ihre jungen Köpfe sich zu rückbezüglichen Erkenntnissen ihrer selbst und zu Analogieschlüssen aufschwingen.

Äußerlich ist "Der Fluch des David Ballinger" eine Schulgeschichte. Als Jugendroman des amerikanischen Autors Louis Sachar schon 1988 erschienen, hat Direktor Thomas Birkmeir die Bühnenfassung übernommen, die Regie und Ausstattung aber Gerald Maria Bauer überlassen. Praktisch zwischen verschiebbaren Wänden läuft das Geschehen ab, in dem Hauptfigur David Ballinger als Ich-Erzähler mit dem Publikum interagiert.

Es wird die typische Außenseiter- und "Loser"-Geschichte, wo der arme, verachtete "Ballinger", wie alle ihn nennen, faktisch alles tut, um die Anerkennung der "Bullies" zu gewinnen, die sich wirklich übel aufführen. (Es gibt ein paar echt brutale Szenen in dem Stück, die der Regisseur durch Slow Motion verfremdet und damit auch entschärft.)

Nun, die Botschaft lautet selbstverständlich, dass man sich mit den "Bösen" (seltsamerweise sind diese in den jungen Jahren noch leichter zu erkennen als später, wo die Verstellung besser funktioniert) besser nicht einlässt. Und da zieht sich der zweite Handlungsstrang ein – die bösen Jungs überfallen eine einsame ältere Frau, die sie als "Hexe" verfemen, und David tut nichts anderes, als erstarrt dabei stehen und ihr am Ende noch aus Hilflosigkeit den "Stinkefinger" zu zeigen. Sie ruft ihm einen Fluch nach…

(...) Davids Glaube an den Fluch behandelt sowohl die Geschichte von schlechtem Gewissen, durch das man gejagt wird, und dem Aberglauben, in den man sich verstrickt. Wieder ein Lehrstück: Tu nichts Böses, dann quält Dich nichts, und glaub nicht jeden Blödsinn…

(...) wenn das Theater der Jugend naturgemäß viele junge Schauspieler hat, sind diese als "Schüler" natürlich bestens eingesetzt, voran Stefan Rosenthal als bebrillter Unglücksrabe David, aber alle anderen auch, selbst wenn sie vor allem Klischeefiguren vorstellen – aber so erzählen sich Geschichten (und ihre Lehren) natürlich am leichtesten. Und das jungendliche Publikum ab 11 Jahren nahm lebhaft Anteil – mit besonders zynischem Gelächter und Gepfeife, wenn es um jugendliche Schüler-Verliebtheit ging. Wie gesagt, die da unten haben sicher eine Menge erkannt, was bei denen da oben abgehandelt wurde.

Renate Wagner


Materialien

Unsere theaterpädagogischen Materialien zu "Der Fluch des David Ballinger" bieten Ihnen Informationen, Fragebögen, Spiele und Szenenvorschläge! So können Sie die besuchte Aufführung mit Ihrem Kind oder Ihrer Klasse auf phantasievolle Weise vor- und nachbereiten.
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Termine

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