Theater der Jugend – Wien


Renaissancetheater | Österreichische Erstaufführung | Erste Vorstellung am 3. Juni 2009 | ab 6 Jahren

Die wilde Sophie

Die wilde Sophie

von Lukas Hartmann
Dramatisiert von Patrick Frey
aus dem Schweizerdeutschen von Rüdiger Burbach

Regie:
Frank Panhans
Bühne:
Andreas Lungenschmid
Kostüme:
Polly Matthies

Besetzung | Termine | Kritiken

»Ferdinand: Es könnte eben ein Wind kommen und Staub aufwirbeln – und Jan würde vielleicht dann gerade einatmen, und der ganze Dreck kommt dann direkt in seine Lunge …
Isabella: Ja, aber Ferdinand, jetzt hat er doch schon die Atemmaske …
Ferdinand: Milben, Bakterien, die gehen durch alles durch, stell dir das vor, Isabella! … Oder der Staub könnte in die Augen gehen … vielleicht sollte er noch eine Augenbinde anziehen! Doktor!« Lukas Hartmann. Die wilde Sophie

Sophie ist barfuß und sie ist schmutzig, Sophie klettert auf Bäume, und Sophie hat ein Herz, das vielleicht die ganze Welt in sich trägt. Aber Sophie ist arm. Ihr Vater ist nur ein normaler Zwetschkenkompottlieferant.

Jan darf nicht barfuß laufen und schmutzig sein schon gar nicht – und auf Bäume klettern ist strengstens verboten, sein Herz ist ein bisschen »zusammengefroren«. Aber Jan wird einmal reich sein. Sein Vater ist nämlich der König: König Ferdinand, der Glorreiche.

Und da jeder Vater Angst um seinen Sohn hat, findet König Ferdinand, dass er besonders viel Angst um seinen Sohn haben sollte. Denn immerhin ist er auch der König der Väter.

Als die ungewohnten Sonnenstrahlen Jan bei seinem allerersten Ausflug zum Niesen bringen, nimmt die Katastrophe ihren Lauf: Zurück ins Schloss, leibärztliche Untersuchung, Jan muss im Bett bleiben, Ausflüge sind bis auf Weiteres verboten! Aber Jan hat den Duft der Freiheit geschnuppert, den Wind auf seinen Wangen gespürt und die Wärme der Sonne auf seiner Haut. Schließlich verbietet der Vater seinem Sohn auch noch, das große »E« zu lernen, denn an den spitzen Kanten des Buchstabens könnte Prinz Jan sich ja verletzen …

Als die barfuß-schmutzig-herzliche Sophie von diesem Schicksal erfährt, weiß sie, dass etwas getan werden muss. Denn jeder Mensch in einer ungerechten Situation verdient, gerettet zu werden! Und außerdem ist sie sich in einem ganz sicher: »Ich wüsste schon, wie ich den Prinzen zum Lachen bringe!« Was folgt, ist ein herzerfrischendes Abenteuer, in dessen Mittelpunkt eine außergewöhnliche Freundschaft steht.

Aufführungsrechte: Edition Patrick Frey, Zürich