Renaissancetheater | Deutschsprachige Erstaufführung am 5. Juni 2007 | ab 6 Jahren
Tom's Midnight Garden
oder Als die Stunde dreizehn schlug …
von David Wood nach dem Roman von Philippa Pearce
Deutsch von Angela Kingsford Röhl
Presseberichte
Kronen Zeitung – 7. Juni 2007
Es gibt nichts Schöneres, als Kinder zu beobachten, wenn sie gespannt, mit leuchtenden Augen, auf ihren Sitzen herumzappeln und – erwartungsvoll auf die Bühne schauend – ihre Eltern fragen: »Wann geht's endlich los?« Und schon ist es soweit: Das Licht wird gedämpft, der Vorhang hebt sich … Alleine dafür gehört dem Produktionsteam des Romans von Philippa Pearce »Tom's Midnight Garden oder Als die Stunde dreizehn schlug …« ein ganz großes Lob ausgesprochen.
Folke Braband führte Regie, Stephan Dietrich entwarf Ausstattung und Lichtdesign, Klaus Erharter komponierte die Musik. Auf imponierende Weise gelingt es da, jedes Kind anzusprechen, in Bann zu ziehen und allesamt dann zwei Stunden lang mit der Geschichte des jungen Tom nicht mehr loszulassen: Tom verbringt einen Sommer bei Tante und Onkel. In deren Haus und Garten erlebt er eine Phantasiewelt, in der allerlei Abenteuer zu bestehen sind, bevor er zurückkehrt. Allen voran begeistern »Tom« Matthias Mamedof mit »Hatty« Silvia Meisterle, daneben gefallen »Onkel Alan« Uwe Achilles und »Tante Gwen« Michaela Kaspar. Sie haben viel Spaß miteinander und am Stück. Sie beschwören das Lachen und bringen die Funken zum Überspringen. Romantisch-heiter, dann ernst, manchmal gruselig und grausam, dann wieder zum Schreien komisch oder einfach nur märchenhaft. Ein Wechselbad der Gefühle, jedoch so wohldosiert, dass man nicht anders konnte, als mitzufiebern.Oliver A. Làng
Wiener Zeitung – 8. Juni 2007
Poetische Zeitreise
Seit jeher gibt der Begriff der Zeit Rätsel auf. Anfang der fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts schrieb die Britin Philippa Pearce den Roman »Tom's Midnight Garden«, der 1953 mit der Carnegie Medal ausgezeichnet wurde und heute zu den Klassikern der englischen Kinderliteratur zählt.
Folke Braband inszenierte nun im Renaissancetheater die von David Wood stammende Bühnenfassung der Geschichte um einen Buben, der anlässlich eines Aufenthaltes bei Onkel und Tante eine Zeitreise erlebt. »Als die Stunde dreizehn schlug …« (so der Untertitel des Stückes) trifft er die alte Hausbesitzerin in ihren Jugendtagen. Gegenwart und Vergangenheit werden zu einer Einheit, der Zeitbegriff wird in Frage gestellt.
Das Theater der Jugend bietet hier Kindern ab sechs Jahren ein Spiel voll Zartheit und Poesie: spannend, geheimnisvoll und obendrein eine hervorragende Aufführung.
Spannend, poetisch.Lona Chernel
Kurier – 12. Juni 2007
Die Zeit ist ein wirklich kompliziertes Ding
Wenn die Uhr um Mitternacht nicht zwölf, sondern dreizehn schlägt, dann wird es richtig seltsam in Mrs. Bartholomews Haus. Dann erblüht, wo sonst Mülltonnen stehen, ein prächtiger Garten, durch den Schmetterlinge und ein schönes Mädchen mit roten Haaren flattern. Ein Traum, eine Vision? – Tom, der seine Sommerferien im Haus verbringt, kennt sich nicht mehr aus. Die Zeit schlägt ihm ein Schnippchen – Vergangenes und Heutiges vermischen sich, werden eins.
Im Theater der Jugend hat Folke Braband nun das erfolgreiche Theaterstück »Tom's Midnight Garden oder Als die Stunde dreizehn schlug« des Briten David Wood inszeniert. Ein zauberhaftes, zweistündiges Spiel mit dem Begriff Zeit. S. Lintl